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23.05.2018
Neues Mobilitätsangebot in Linz

Reges Interesse herrschte vergangenen Freitag beim Infonachmittag einer Mobilitätsstation in Linz-Urfahr.

Auf das Auto und den täglichen Stau können die Bewohnerinnen und Bewohner der WAG-Wohnanlage Pragerstraße/Heindlstraße in Linz-Urfahr ab sofort verzichten. International erstmalig steht bei dieser Wohnanlage ein alternatives Mobilitätsangebot in Form von diebstahlsicheren Fahrradgaragen, Leih-Elektro-Fahrrädern und einer Ladesäule für Elektro-Autos rund um die Uhr zur Verfügung.

Die Abwechslung macht´s - kombiniertes parken, leihen und laden in der Heindlstraße

Die weltweit erste kombinierte Park- und Verleihstation für Elektro-Autos und (Elektro-)Fahrräder bei einer Wohnanlage errichtete die WAG Wohnungsanlagen GmbH in Kooperation mit Innovametall im Innenhof der WAG Wohnanlage Heindlstraße in Linz-Urfahr. Bis September dürfen die Hausbewohnerinnen und Hausbewohner das Angebot kostenlos nutzen und auf Herz und Nieren prüfen. Vorerst stehen drei Parkboxen, eine E-Ladesäule und zwei Elektrofahrräder zum Verleih zur Verfügung. Innovametall Geschäftsführer Klaus Pichlbauer: „Das Mobilitätsangebot wird im Laufe der Zeit variiert. Die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner werden im Zuge eines Forschungsprojekts mit dem Austrian Institute of Technology – kurz AIT - erhoben. Das Angebot wird entsprechend der Ergebnisse individuell angepasst – es werden beispielsweise Lastenräder oder Elektroautos zum Ausleihen angeboten.“

Pilotprojekt mit Möglichkeit zur Ausweitung

Die WAG startet mit dieser Kooperation ein Pilotprojekt in Linz, das bei entsprechender Ausnutzung in den anderen Siedlungen fortgesetzt werden könnte. „Wir greifen aktuelle Entwicklungen und langfristige Trends auf, um die Wohn- und Lebensqualität in unseren Stadtteilen zu heben. Mobilität ist dabei ein wichtiger Faktor – mit einer Verleih- und Ladestation sind die Menschen flexibler und können im Alltag auf das Auto verzichten“, sagt WAG-Geschäftsführer Wolfgang Schön. Die E-Mobilität lässt sich in Städten wie Linz optimal in Ergänzung zum öffentlichen Verkehr einsetzen. Wird das Projekt positiv von der Bewohnerschaft aufgenommen, kann sich die WAG die Fortsetzung in anderen Stadtteilen vorstellen.

15.03.2018
Endlich staufrei! Davon träumt jeder PKW Lenker
Endlich staufrei! Davon träumt jeder PKW Lenker

Der Ausweg heißt: "Mobility as a Service" - Mobilität als Dienstleistungsangebot zählt zu den bedeutendsten Entwicklungen in der Mobilität in den nächsten zehn bis 15 Jahren. Darüber sind sich österreichische Mobilitäts- und Energieexperten einig.

Die Mobilität von morgen ist multimodal

Die zentrale Rolle werden multimodale Mobilitätsstationen spielen, prognostizieren die befragten Experten. Das sind öffentliche Standorte, an denen Elektroautos geladen werden können, Autos zum Carsharing bereitstehen und Fahrräder ausgeborgt werden können. Gleichzeitig kann man von da aus öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das Jahr 2018 wurde von der EU-Kommision zum Jahr der Multimodalität ausgerufen. Multimodalität wird als Notwendigkeit angesehen um ein funktionierendes Verkehrssystem überhaupt zu ermöglichen.

Die Vernetzung ist der Schlüssel zum Erfolg

Vielerorts beginnt bereits ein Umdenken - das beweist die steigende Zahl an Car- oder Bike-Sharing Projekten. Doch nicht jedes Angebot wird gerne genutzt. Ausschlaggebend für den Erfolg eines alternativen Mobilitätsangebots ist dessen Benutzerfreundlichkeit. Unterschiedliche Fortbewegungsmittel müssen beliebig miteinander kombiniert werden können. Sie müssen schnell, einfach zugänglich und per Smartphone auf Knopfdruck buchbar sein. Die Bezahlung muss automatisch erfolgen.